Leitertyp und Kabelarten

Die folgenden Beschreibungen sind stark verallgemeinert und dienen zur Verständlichkeit bei der Auswahl von Textilkabeln. Generell sind Arbeiten an elektrischen Geräten nach VDE auszuführen. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Elektriker.

Elektrische Kabel und Leitungen gibt es für die verschiedensten Anwendungen. Die Auswahl richtet sich nach der Verwendund und deren technischer Vorschriften.

Eine Stromleitung besteht grundlegend aus einem elektrisch leitenden Material. In den allermeisten Fällen ist das Kupfer.
Man unterscheidet massive Leiter, also ein einzelner, fester Draht, zur ortsfesten Installation und flexible Leiter, die aus dünnen Drähtchen zu einem Leiter zusammengefasst sind.
Letztere sind sehr flexibel und eignen sich daher sehr gut als Anschlussleitungen für Leuchten und Kleingeräte, also auch für Ihre Leuchte. Je nach Grad der Flexibilität unterscheidet man hier feindrähtig und feinstdrähtig.

Aderzahl:
Damit ein elektrisches Gerät funktioniert, braucht man mindestens 2 leitende Drähte (Adern) - Funktionsweise Stromkreis. Aber warum dann 1adrig, 3... und mehradrig?

  • 1adrige Leitungen werden meist für innere Geräteverdrahtungen verwendet. Ein mehrarmiger Kronleuchter, Beispielsweise. Diese Leitung bietet bessere Möglichkeiten zur Verlegung innerhalb der Leuchte bzw. Leuchtenarme. Da eine 1adrige Leitung lediglich eine einfache Aderisolation besitzt, ist sie nicht zum elektrischen Anschluss von Geräten geeignez bzw. zugelassen.
  • 2adrige Leitungen sind Grundvoraussetzungen für die Funktion elektrischer Geräte und Leuchten. Mit Ausnahme einer Leuchtenpendelleitung, sind die isolierten Adern zusätzlich von einer Ummantellung umgeben. Diese Leitungen sind nur für Kleinspannungen und "schutzisolierte" Geräte erlaubt. Der Anschluss von jeglichem Schuko-Material (Schukostecker/Schukokupplung) ist nicht erlaubt.
  • 3adrige Leitungen werden am häufigsten Verwendet. Hier wird nicht nur die Funktion gewährleistet sondern auch die Sicherheit durch einen zusätzlich geführten Schutzleiter. Dieser ist, laut VDE mit allen elektrisch leitenden, jedoch nicht zum Stromkreis gehörenden Metallteilen von Leuchte oder Gerät zu verbinden.
  • 4 und mehradrige Leitungen dienen meist Steuerzwecken von Leuchten und Geräten. Klassisches Beispiel ist die Serien- oder Gruppenschaltung von Kronleuchtern, wobei der Leuchter in verschiedenen Leuchtgruppen ein- und ausgeschalten werden kann. Moderne Anwendung finden diese Leitungen auch bei LED Lichtbändern zum Farbwechsel.
  • 5adrige Kabel werden meist für Festinstallationszwecke verwendet, da hier ebenso Schalt- und Lichtsteuerzwecke erfüllt werden können. Eine weitere Anwendung liegt im Bereich der Drehstrominstallation.

Umgangssprachlich sind die Bezeichnungen "Kabel" und "Leitung" gleichermaßen in Gebrauch. Sachlich richtig spricht man jedoch bei mehradrigen, massiven Drähten zur ortsfesten Installation eher von einem Kabel.
Zur ortsveränderlichen Installation verwendet man eine Leitung. Wir kennen das von den Begriffen "Anschlussleitung" oder "Verlängerungsleitung".
Bei den einzelnen Adern wird sprachlich zwischen "Draht" für einen einzelnen, massiven Leiter und "Litze" für mehrdrähtige, feine Drähtchen als eine Ader, unterschieden.


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