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Drehstromzähler
Der Drehstromzähler dient zur Abrechnung der Dreiphasenwechselspannung. Diese Spannung wird vom so genannten Umspannwerk über das Niederspannungsnetz an die Endverbraucher geliefert. Diese Wechselspannung wird dadurch erzeugt, dass drei Spulen in einem Generator gleichmäßig versetzt angeordnet sind. Dadurch entstehen zeitlich ebenso versetzte Wechselspannungen. Alle öffentlichen Stromnetze sind heute Drehstromnetze. Normalerweise sind in den privaten Haushalten die meisten Elektrogeräte nur an einer Phase angeschlossen. Eine Außnahme bilden Elektroherd und Durchlauferhitzer, die an allen drei Außenleitern und dem Mittelpunktsleiter angeschlossen sind. Um den Stromverbrauch an allen drei Phasen gleichzeitig messen zu können benötigt man den so genannten Drehstromzähler. Er ermittelt die genutzte Strommenge in Kilowattstunden.
Unter den Drehstromzählern ist der Ferraris-Zähler am weitesten verbreitet. Diese arbeiten nach dem Induktionsprinzip. Dabei wird durch den Wechselstrom und die Netzspannung ein magnetisches Drehfeld induziert. Hierdurch wird ein Drehmoment erzeugt. Von außen erkennbar ist dies durch eine Aluminiumscheibe die durch eine Glasscheibe zu sehen ist. Die Anzahl der Umdrehungen wird durch ein Zählwerk festgehalten. Bei diesem System wird nur der Wirkstrom beachtet. Der ebenfalls vorhandene Blindstrom kommt nicht zum tragen.
Seit ein paar Jahren gibt es für die Strommessung auch elektronische Energiezähler. Sie enthalten keine sich mechanisch bewegenden Teile mehr. Dabei wird der Strom mit Hilfe einer elektronischen Schaltung gemessen. Die aktuellen Messwerte können dann zeitgenau auf einem Display abgelesen werden.



